von Gunna Holz (Kommentare: 0)

Redesign. Corporate Design. Wie läuft das? Was bringt das? Best Practise: Radsport Mittelstädt

Ein Klassiker

Die Ausgangslage war absolut beispielhaft für den Status Quo vieler Unternehmen:
Das Geschäft längst etabliert, man genoss eine solide Stammkundschaft und hatte einen ganz ordentlichen Bekanntheitsgrad. Selbstverständlich betrieb man regelmäßig Werbung für‘s Geschäft”. Es wurden Anzeigen geschaltet, die Webseite gepflegt, alle Firmenfahrzeuge und Schaufenster entsprechend beklebt, u.s.w.
Man agierte und reagierte, wie es die immer knapp bemessene Unternehmerzeit hergab.

Die Entscheidung für ein Redesign

Lassen wir uns mal ehrlich sein: Eigentlich hat man als Unternehmer nie wirklich Zeit für „Mehrarbeit” – und wer gibt schon gerne zusätzlich Geld aus?
Der andere Teil der Wahrheit ist aber auch, dass ein passender optischer Auftritt dem Kunden gegenüber mitentscheidend für den Erfolg und die Geschäftsentwicklung ist. Corporate Design gehört genauso dazu, wie moderne Maschinen, qualifizierte Mitarbeiter und all die anderen Stellschräubchen, die jedem Unternehmer zur Verfügung stehen.

Herr Mittelstädt hatte sich für diesen Schritt entschieden, weil:
- der Zeitpunkt zum Start der Fahrrad-Saison günstig war.
- er zusätzliche Möglichkeiten gesucht hatte, sein Unternehmen weiter voran zu bringen.
- er seinen Mitbewerbern gerne immer einen Schritt voraus ist,
und weil er vom Nutzen der neuen Wirkung genauso überzeugt ist, wie von den Synergien bei Prozessen und Kosten.

Natürlich gab es Zweifel im Vorfeld

Wenn man nicht tagtäglich mit der Materie Corporate Design zu tun hat, finde ich es normal, dass man als Spezialist eines ganz anderen Bereichs erst einmal viele Fragen hat.

Und natürlich wollte auch Herr Mittelstädt Folgendes wissen:
Wird jetzt alles anders? War vorher alles falsch?
Was kostet das Ganze?
Wie viel Arbeit kommt mit diesem Projekt zu meiner täglichen Arbeit hinzu? Schaffe ich das?
Lohnt sich das alles?
Was passiert, wenn mir das neue Design nicht gefällt?
Wie lange dauert die Umstellung?
Was mache ich mit den alten Werbemitteln?
u.s.w.

Ich kann hier nur versichern: Wir machen nichts ohne Absprache, auf keinen Fall handeln wir ohne trifftigen Grund und haben von Beginn an mit der „Kundenbrille auf der Nase” sowohl Sinnhaftigkeit als auch die Kosten jeder Maßnahme im Blick.

Alle genannten Fragen haben wir gemeinsam im Vorfeld geklärt. Mit der Analyse, welche Wirkung sein Unternehmen derzeit hatte und was es zukünftig wieder verkörpern sollte, war auch der angestrebte Nutzen für Herrn Mittelstädt wieder greifbar.

Wie lief der Redesign Prozess ab?

Mit dem Startschuss im März (!) hatten wir den Saisonstart fest im Blick. Jetzt, ca. 2 Monate später sind wir fast komplett durch – soviel zum Zeitrahmen.

Schritt 1 – Alles auf den Tisch!

Als Grundlage für ein schlüssiges Gesamtkonzept führen wir zunächst eine Bestandsaufnahme der vorhandenen Werbemittel durch, um zu schauen, was später „funktionieren” muss (Ladengestaltung, Anzeigen, Webseiten, etc.). Denn selbst hier ist nicht jeder Kunde gleich in seinen Anforderungen. Bei Radsport Mittelstädt z. B. gibt es beispielsweise hauptsächlich Endverbraucher Schnittstellen, die bei einem produzierenden Unternehmen wiederum so nicht stattfinden.

Um wirklich zu verstehen, wie das Unternehmen Radsport Mittelstädt „tickt” und gemeinsam herauszufinden, was sich Herr Mittelstädt für die Zukunft seines Unternehmens wünscht, gab es hierzu im Vorfeld intensive Gespräche.
Außerdem haben wir uns natürlich die Situation vor Ort angesehen. Abläufe analysiert. Lage und räumliche Voraussetzungen erfasst, u.s.w.

Kurzum, wir „bohren” solange, bis wir unseren Kunden wirklich verstanden haben.

Schritt 2 – Entwicklung von Logo und Corporate Design

Auf Basis der sorgfältigen Analyse aller Parameter entwickeln wir die – sich daraus logisch folgernde – Konzeption und erstellen auf dieser Grundlage die ersten Logo Designs.

Wie üblich lief auch für Radsport Mittelstädt der Prozess bei uns in der Agentur hinter den Kulissen folgendermaßen ab, bevor die Ergebnisse in der ersten Präsentation dem Kunden vorgestellt wurden:
- Kundenanalyse – Branchenanalyse – Mitbewerberanalyse – Konzeptgedanken
- Entwicklung einiger erster Logo Entwürfe  (üblicherweise von verschiedenen Designern aus dem Team)
- Diskutieren der Ergebnisse und permanenter Abgleich mit inhaltlichem und gestalterischen Zielkonzept
- Optimieren der gemeinsamen Ergebnisse
- Anwendungscheck für die kundenwichtigen Einsatzmedien
- Layouten von beispielhaften Kern-Anwendungen
- zusammenstellen einer sinnvollen Auswahl von Alternativen zu Ausrichtungen und Design

Schritt 3 – Präsentation

Immer spannend für beide Seiten! Denn hier sieht unser Kunde die Ergebnisse zum ersten Mal. Allerdings ebenso schwierig, weil er sich eben genau zu diesem Zeitpunkt von seiner alten Gestaltung verabschiedet.
Nach dem ersten Eindruck, war uns natürlich auch im Fall Radsport Mittelstädt wichtig, unseren Kunden den konzeptionellen Hintergrund unserer Arbeit zu erklären. Denn nichts geschieht unbegründet:
- Emotionalisierung des Logos mit Fahrrad Illustration, schnellere Erfassbarkeit des Themas
- Modernisierung der Gestaltung
- Weiterentwicklung der Farbwelt von Radsport Mittelstädt
- Vereinheitlichung des Gesamtauftrittes
- konkretisieren und formulieren der Kernaussage

Schritt 4 – Prüfung in der Kühlschrankphase

Nichts darf über das Knie gebrochen werden! Selbst wenn ein noch so großer Terminwunsch besteht, muss unser Kunde sich Zeit nehmen, sich mit seiner neuen Gestaltungswelt auseinanderzusetzen.
Wir empfehlen immer, das neue Logo für ein paar Tage an den Kühlschrank – oder wie bei Radsport Mittelstädt an einen anderen zentralen Platz zu hängen, so dass der Unternehmer selbst, aber auch seine Mitarbeiter sich immer mal wieder mit der Thematik beschäfigen können.

Es ist entscheidend für sich zu prüfen, wie „fühlt es sich an”. Wie stelle ich mir meinen zukünftigen Anwendungsalltag mit dem neuen Corporate Design vor. Sehe ich Anwendungsschwierigkeiten? Fällt mir mit Blick auf das Neue vielleicht erst jetzt ein neuer Aspekt meiner Unternehmensplanung ein, den ich bisher gar nicht berücksichtigt habe? Vielleicht haben hier Mitarbeiter auch einen zusätzlichen, für ihren Bereich differenzierteren Blickwinkel.

Diese Phase ist enorm wichtig. Sie gibt uns wertvolles Feedback, um die Ergebnisse weiter optimieren zu können. Auch für Herrn Mittelstädt war es sehr hilfreich, Sicherheit im Umgang mit seinem Design zu entwickeln, so dass er mit diesem neuen Verständnis auch in Zukunft die Möglichkeiten von Corporate Design optimal ausschöpfen kann.

Schritt 5 – Korrektur in der Anspitzphase

Die beste Analyse, das durchdachteste Konzept, die fachmännischste Grafik hat keine Zukunft, wenn der Kunde nicht absolut zufrieden ist.
Genau das war bei Herrn Mittelstädt und seinem Team der Fall. Und darüber sind wir froh, denn er hatte sich intensiv mit seinem Bauchgefühl auseinandergesetzt und konnte begründen, was für Ihn und sein Team eben noch nicht optimal war.

Was war passiert:
Wir hatten eine sehr charakteristische Schreibschrift im Logo für seinen Namen „Mittelstädt” eingesetzt. Nach unserer Konzeption diente das der optischen Abgrenzung im Markt ebenso, wie der Visualisierung seiner Familienunternehmen-Tradition und den sehr persönlichen Beratungsleistungen den Kunden gegenüber.

Theoretisch richtig. Praktisch fühlte er und seine Mitarbeiter sich aber schlichtweg besser als „geradliniger, technisch versierter Spezialist” kommuniziert und positioniert.
Unter diesem Aspekt haben wir eine logische Korrektur der Typo durchgeführt und konnten das Gesamtergebnis noch einmal optimieren.

Schritt 6 – Realisierung

Damit war der Weg frei für die gestalterische Umsetzung aller benötigter Kommunikationsmedien, die wir nach Dringlichkeit Medium für Medium zügig umgesetzt haben.

Durch das schöne Wetter Ende März startete die Radsaison in diesem Jahr etwas früher, so dass seine Zeitungsanzeige entsprechende Priorität hatte. Dank der soliden Vorbereitungsphase können wir dann auf solche spontanen Gegebenheiten  in der Realisierungsphase immer problemlos reagieren.

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Schritt 7 – Rollout (schnellfließend)
Bei Radsport Mittelstädt haben wir uns auch wegen der startenden Saison zur sukzessiven Einführung des neuen Corporate Design entschieden. Allerdings auch mit dem Ziel, diese Übergangsphase so kurz wie möglich zu halten. Jetzt – Ende April – sind alle relevanten Kommunikationsmedien im neuen Design fertiggestellt und umgesetzt – inklusive der farblichen Anpassung der Fassadengestaltung.
Die Werbebeklebung der Fahrzeuge wird noch zurückgestellt, da Herr Mittelstädt in absehbarer Zeit auch hier in moderne Mobilität – möglicherweise sogar ebenfalls „E-....” – investieren möchte.

Alternativ veröffentlichen wir übrigens neue Corporate Designs unserer Kunden gerne zu einem festgelegten Zeitpunkt, bestenfalls noch gekoppelt an eine entsprechend medienträchtigen Aktion, wodurch sich sehr fokussiert eine hohe Aufmerksamkeit erreichen lässt.

Schritt 8 – Die Dynamik
Sobald die ersten Medien „live gegangen” sind, gibt‘s die ersten Feedbacks, die es sehr sorgfältig zu bewerten gilt. Damit beginnt der eigene Unternehmensauftritt zu leben. Sobald unsere Kunden das Thema Corporate Design im eigenen Unternehmen als zusätzliches Werkzeug erkannt haben und entsprechend einsetzen, zahlt sich der langfristige Wert des Corporate Design immer wieder aus:
- Die einheitliche Wirkung auf die Zielgruppe summiert sich.
- Weitere Werbemaßnahmen sind sowohl schnell, als auch für kleines Budget umsetzbar.
- Es eröffnen sich einfacher zusätzliche Maßnahmen, um das Geschäft weiter voranzutreiben.

... und was sagt Herr Mittelstädt dazu?

„Danke an Design B3, die mich geduldig in das Thema Corporate Design eingeführt haben. Anfangs hatte ich tatsächlich Zweifel, ob die Maßnahme, mein Corporate Design komplett zu überarbeiten nicht „zu groß” für mein Fahrradgeschäft wäre, aber Design B3 hat alles auf meine Firmengröße angepasst. Durch die intensive Beratung sehe ich mein CD nun wirklich als weitere Möglichkeit, Radsport Mittelstädt gezielter voranzubringen zu können. Mir und meinem Team gefällt unser neues Design jedenfalls. Das hat noch einmal einen zusätzlichen Schub für die Zukunft gegeben und nun brauchen wir uns erst einmal keine Gedanke über Neugestaltungen machen.
Die Zusammenarbeit mit Design B3 kann ich nur als unkompliziert, schnell und lösungsorientiert bezeichnen. Zum Saisonstart habe ich gerade wenig Zeit, daher war es für mich ein toller Service, dass sich Design B3 bei den Umsetzungen um alles gekümmert hat. Ich musste meistens nur durchgegeben, welches Werbemittel ich noch benötige, dann schnell die Produktionkosten freigegeben und habe kurz danach die fertigen Drucke erhalten.
Mit der Erfahrung heute, hätte ich das Thema Redesign vielleicht schon früher angepackt.
Nochmals Danke für die gute Zusammenarbeit!”

Guido Mittelstädt

 

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